Veranstaltungsplanung • KI in Bildung
Wenn von Künstlicher Intelligenz die Rede ist, denken viele zuerst an Daten, Algorithmen und Automatisierung. Doch KI kann längst auch ganz anders: Sie schreibt, malt, komponiert und erfindet. Generative KI eröffnet neue Wege, kreativ zu arbeiten – ob beim Texten, Gestalten oder einfach beim Sammeln frischer Ideen. Dabei geht es nicht darum, dass Maschinen kreativer werden als wir, sondern darum, was wir gemeinsam mit ihnen schaffen können.
ChatGPT
ChatGPT ist längst mehr als ein Frage-Antwort-Tool. Mit ein paar gezielten Prompts kann man Geschichten schreiben, Ideen entwickeln oder ganze Welten erschaffen – und das in Kooperation zwischen Mensch und Maschine. Besonders spannend wird es, wenn man die kreative Seite des Tools ausprobiert und gemeinsam experimentiert, wohin eine Idee führen kann.
Geschichten erfinden und bebildern
Ein schönes Beispiel ist das gemeinsame Geschichtenerzählen mit Kindern und Jugendlichen. Eine Gruppe denkt sich Figuren, Orte und Handlungen aus, ChatGPT hilft beim Formulieren und Ausgestalten – und mit der integrierten Bild-KI entstehen anschließend passende Illustrationen. So wird aus einer kleinen Fantasiegeschichte ein multimediales Projekt, das zeigt, wie menschliche Kreativität und KI-Handwerk zusammenwirken können.
Kreatives Schreiben
ChatGPT eignet sich hervorragend, um gemeinsam Geschichten oder Dialoge zu schreiben. Ob als Schreibimpuls, Ideengeber oder Mitautor – das Tool hilft, Gedanken zu strukturieren und neue Perspektiven einzunehmen.
Ein Beispiel aus der Praxis: „Wir schreiben einen Dialog über einen weiteren Jünger von Jesus, der bei allen Wundern dabei war und sich gerade mit Judas über dessen Pläne des Verrats unterhält.“
Solche ungewöhnlichen Ideen laden dazu ein, historische oder fiktive Stoffe neu zu denken – und ChatGPT unterstützt dabei, Sprache, Tonfall und Atmosphäre passend zu gestalten. So entsteht ein kreatives Miteinander von menschlicher Vorstellungskraft und KI-generierter Inspiration.
Liedtexte entwickeln
Auch Liedtexte lassen sich mit ChatGPT gestalten. Man kann sich komplette Texte zu einem bestimmten Thema schreiben lassen oder eigene Entwürfe als Grundlage geben, die das Tool dann weiter ausarbeitet. So entstehen in kurzer Zeit verschiedene Varianten, Strophen oder Refrains. Die Reime sind dabei nicht immer perfekt – und genau das ist die Stelle, an der unsere eigene Kreativität gefragt ist. Wir feilen, verändern, ergänzen und machen aus der KI-Vorlage etwas Eigenes. So wird ChatGPT nicht zum Texter, sondern zum kreativen Sparringspartner.
Suno
Mit Suno lässt sich Musik auf Knopfdruck erstellen – ganz ohne Instrumente oder Tonstudio. Das Tool generiert komplette Songs inklusive Melodie, Gesang und Arrangement, basierend auf einem kurzen Text oder einer Themenbeschreibung. Besonders spannend: Man kann auch Liedtexte verwenden, die zuvor mit ChatGPT entstanden sind. So wird aus einem gemeinsam geschriebenen Text direkt ein fertiger Song.
Dabei lässt sich sogar das Genre auswählen – von Pop über Rock bis hin zu Rap oder Ballade. So kann man gezielt mit Stilrichtungen experimentieren und erleben, wie sich ein Text je nach musikalischem Kontext verändert. Wichtig zu wissen: Die mit Suno erstellten Lieder dürfen nur veröffentlicht oder weiterverbreitet werden, wenn man über eine entsprechende, kostenpflichtige Lizenz verfügt. Für Bildungs- und Kreativprojekte bietet das Tool aber auch in der kostenlosen Variante viele spannende Möglichkeiten zum Ausprobieren.
ElevenLabs
Mit ElevenLabs kann man Stimmen erzeugen und Texte vertonen – und das in beeindruckender Qualität. Schon mit dem kleinsten Abo (ab rund 5 € im Monat) lassen sich Geschichten, Dialoge oder Lerninhalte mit realistisch klingenden Stimmen zum Leben erwecken.
Ein Beispiel: Die zuvor mit ChatGPT geschriebene Szene zwischen dem zusätzlichen Jünger und Judas kann mit ElevenLabs vertont werden – inklusive passender Stimmlagen und Betonungen. So entsteht aus dem Text ein kleines Hörspiel, das sich wunderbar für kreative Projekte oder den Unterricht eignet.
Darüber hinaus kann ElevenLabs auch Soundeffekte generieren oder verschiedene Stimmen miteinander kombinieren. Damit eröffnet sich ein breites Feld an Möglichkeiten, KI-generierte Inhalte hörbar zu machen – von kurzen Audio-Clips bis hin zu kompletten Hörgeschichten.
Canva
Canva ist vielen schon als einfaches Grafik- und Design-Tool bekannt – doch inzwischen hat sich daraus eine vielseitige Plattform mit zahlreichen KI-Funktionen entwickelt. Mit wenigen Klicks lassen sich Texte gestalten, Bilder generieren oder komplette Layouts entwerfen. Das Besondere: Die neuen KI-Features sind direkt in die vertraute Oberfläche integriert und damit auch für Einsteigerinnen und Einsteiger leicht zugänglich.
Herzstück dieser Funktionen sind die „Magic“-Tools, die kreative Prozesse noch einfacher machen. Mit Magic Media können KI-Bilder erzeugt werden, die sich anschließend nahtlos weiterbearbeiten lassen – etwa mit Magic Edit, um Objekte im Bild zu verändern, oder Magic Eraser, um störende Elemente zu entfernen. Magic Grab ermöglicht es, Motive nachträglich zu greifen und zu verschieben, während Magic Expand das Bild über seinen ursprünglichen Rahmen hinaus erweitert. Natürlich funktioniert das genauso mit „echten“ Bildern, also Fotos oder Grafiken, die man selbst hochlädt. So entstehen in kurzer Zeit professionelle Ergebnisse, ohne dass man tief in die Bildbearbeitung einsteigen muss.
Auch im Bereich Text und Design unterstützt Canva auf smarte Weise: Magic Write hilft beim Verfassen oder Überarbeiten von Texten, und Magic Design erstellt aus wenigen Stichpunkten komplette Layoutvorschläge. Ergänzt durch den Hintergrundentferner, der Personen oder Objekte automatisch freistellt, wird Canva zu einem echten All-in-one-Kreativwerkzeug – ideal für Bildungsprojekte, Workshops oder einfach zum spielerischen Ausprobieren.
Fazit
KI kann kreativ – und sie kann uns helfen, selbst kreativer zu werden. Die vorgestellten Tools zeigen, dass künstliche Intelligenz nicht als Ersatz, sondern als Erweiterung unserer eigenen Gestaltungskraft verstanden werden kann. Ob beim Schreiben, Musizieren, Vertonen oder Gestalten: KI liefert Impulse, bietet neue Perspektiven und lädt zum Experimentieren ein.
Gerade in der Bildungsarbeit eröffnen sich dadurch spannende Lernräume. Menschen können erleben, wie Ideen durch Technik sichtbar, hörbar und greifbar werden – und wie wichtig dabei weiterhin die menschliche Fantasie bleibt. Kreativität bleibt also zutiefst menschlich – aber mit KI an unserer Seite bekommt sie ganz neue Möglichkeiten.
Dieser Text wurde gemeinsam mit ChatGPT erarbeitet.
