KI in der Bildungsarbeit

Veranstaltungsplanung • KI in Bildung

Künstliche Intelligenz ist längst im Alltag angekommen – nicht nur in Form großer Sprachmodelle wie ChatGPT, sondern auch durch spezialisierte Tools, die gezielt beim Verstehen, Bearbeiten oder Strukturieren von Inhalten helfen. In der Bildungsarbeit – auch im kirchlichen Kontext – eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten: barriereärmere Zugänge, effizientere Prozesse und eine erleichterte Auseinandersetzung mit komplexen Themen. Die folgenden Beispiele zeigen, wie unterschiedlich KI heute bereits eingesetzt werden kann.


KI im Alltag integrieren: Zoom Workplace

Künstliche Intelligenz begegnet vielen Menschen längst im Arbeitsalltag – oft unbemerkt. Ein Beispiel dafür ist Zoom Workplace, das bekannte Videokonferenz-Tool. Dort sind inzwischen verschiedene KI-Funktionen integriert, die Meetings effizienter gestalten und die Teilnahme inklusiver machen.

Ein zentrales Element ist die automatische Untertitelfunktion. In Echtzeit werden gesprochene Inhalte in schriftliche Untertitel übersetzt – direkt während der Sitzung. Diese KI-gestützte Spracherkennung erleichtert insbesondere Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, Teilnehmenden mit anderer Erstsprache oder Personen in akustisch schwierigen Situationen die aktive Teilnahme an digitalen Bildungsformaten.

Darüber hinaus bietet Zoom mit dem AI Companion einen virtuellen Assistenten, der während Meetings Fragen im Chat beantworten kann – etwa zu bereits behandelten Themen oder zu Begriffen, die im Gespräch gefallen sind. Diese Funktion eröffnet eine neue Form der parallelen Informationsunterstützung im Live-Setting.

Nach dem Meeting kann der AI Companion außerdem ein automatisch erstelltes Protokoll generieren, das die wesentlichen Inhalte und Aufgaben zusammenfasst. Auch wenn diese Zusammenfassungen eine wertvolle erste Orientierung bieten, gilt wie bei vielen KI-Anwendungen: Eine inhaltliche Überprüfung durch Menschen bleibt notwendig, da auch hier fehlerhafte oder unvollständige Darstellungen (sogenannte Halluzinationen) nicht ausgeschlossen sind.

Diese KI-gestützten Funktionen machen deutlich, wie sehr Künstliche Intelligenz bereits in alltägliche Prozesse integriert ist – nicht als abstraktes Zukunftsthema, sondern als konkrete Hilfe in der Gestaltung digitaler Bildungsräume, auch im kirchlichen Kontext.


Unbekanntere Möglichkeiten: KI jenseits der großen Sprachmodelle

Neben bekannten Chatbots wie ChatGPT gibt es eine Vielzahl spezialisierter KI-Anwendungen, die in der Bildungsarbeit wertvolle Unterstützung leisten können – auch wenn sie weniger im öffentlichen Fokus stehen. Drei Beispiele zeigen, wie vielfältig die Einsatzfelder inzwischen sind:

DeepL und DeepL Write: Übersetzen und Schreiben mit KI

DeepL gilt als eines der leistungsfähigsten KI-gestützten Übersetzungstools. Im Vergleich zu herkömmlichen Diensten wie Google Übersetzer liefert DeepL deutlich präzisere und kontextbezogenere Übersetzungen – besonders bei längeren und sprachlich anspruchsvolleren Texten. Das macht es zu einem wertvollen Werkzeug für alle, die regelmäßig mit mehrsprachigen Inhalten arbeiten oder fremdsprachige Materialien in die Bildungsarbeit einbinden möchten.

Zusätzlich bietet DeepL Write die Möglichkeit, Texte auf Deutsch und Englisch stilistisch zu überarbeiten. Die KI schlägt alternative Formulierungen vor, verbessert den Ausdruck und passt auf Wunsch auch die Tonalität an – zum Beispiel sachlich, freundlich oder prägnant. Dabei bleibt der inhaltliche Kern des Textes erhalten.

Für den professionellen Einsatz steht eine kostenpflichtige Pro-Version zur Verfügung. Diese bietet u. a. die Möglichkeit, längere Texte zu bearbeiten, unterschiedliche Übersetzungsstile auszuwählen und Dokumente datenschutzkonform zu verarbeiten – ein relevanter Aspekt, wenn sensible Inhalte etwa in der kirchlichen Bildungsarbeit bearbeitet werden.

SciSpace: Wissenschaftliche Recherche mit KI-Unterstützung

SciSpace ist eine KI-gestützte Plattform zur wissenschaftlichen Literaturrecherche. Nutzer:innen können dort nicht nur nach Stichworten suchen, sondern ganze Fragestellungen eingeben – ähnlich wie in einem Dialog mit einer KI. Auf dieser Basis schlägt das System relevante Fachartikel vor und liefert zu jedem eine automatisch generierte Zusammenfassung.

Ein besonderes Merkmal: SciSpace stellt zusätzlich die fünf meistzitierten Quellen zu einer Frage gesondert zusammen. In der kostenpflichtigen Version sind es sogar zehn. So lassen sich zentrale Forschungsperspektiven auf einen Blick erfassen. Die Pro-Version ermöglicht darüber hinaus den Upload eigener PDFs, ausführlichere Antworten und erweiterte Suchmöglichkeiten.

Für die Bildungsarbeit kann SciSpace damit einen niederschwelligen Zugang zu wissenschaftlich fundierten Inhalten bieten – auch für Personen ohne akademische Vorbildung.

ChatPDF: Texte erschließen und hinterfragen

ChatPDF ermöglicht es, eigene PDF-Dokumente hochzuladen und anschließend in natürlicher Sprache Fragen zum Inhalt zu stellen. Die KI analysiert den Text und antwortet direkt auf Anfragen – sei es zur Zusammenfassung, zur Erklärung bestimmter Abschnitte oder zur Einordnung einzelner Begriffe.

Die kostenlose Version erlaubt die Verarbeitung von PDFs bis zu 120 Seiten und 10 MB bei begrenztem Anfragevolumen. Die kostenpflichtige Variante bietet mehr Speicherplatz, eine größere Dokumentenzahl und ein persönliches Archiv.

Ein zentraler Hinweis ist jedoch entscheidend: Die Antworten von ChatPDF sollten stets kritisch geprüft werden. Wie bei anderen KI-Systemen kann es zu Halluzinationen kommen – also zu Aussagen, die zwar überzeugend formuliert sind, aber inhaltlich falsch oder im Dokument gar nicht enthalten sind. Für den reflektierten Einsatz in der Bildungsarbeit ist daher eine eigenständige inhaltliche Kontrolle unerlässlich.


ChatGPT in der Bildungsarbeit: Kreativ denken, strukturiert planen

ChatGPT ist eines der bekanntesten KI-Tools – und gleichzeitig eines der vielseitigsten. In der kirchlichen Bildungsarbeit kann es an vielen Stellen unterstützen: nicht, um fertige Produkte zu liefern, sondern um Ideen zu entwickeln, Sprache zu verfeinern und komplexe Inhalte verständlich zu machen.

Kreative Impulse: theologische Themen gemeinsam mit KI erschließen

ChatGPT kann auch bei der kreativen Auseinandersetzung mit Glaubensthemen helfen – zum Beispiel, um gemeinsam eine Andacht zu erarbeiten. Eine konkrete Anfrage lautete: „Schreibe eine Andacht zum Reformationstag mit Bezug zum Hobby ‚Angeln‘.“ Das Ergebnis war ein erstaunlich stimmiger Entwurf, in dem das Motiv des Fischens theologisch mit reformatorischen Impulsen verknüpft wurde.

Trotzdem bleibt Vorsicht geboten: Die vorgeschlagenen Bibelstellen müssen überprüft werden – existieren sie tatsächlich, und passen sie inhaltlich? (Stichwort: Halluzination). Auch der persönliche Stil und die eigene Haltung fehlen. Dennoch zeigt das Beispiel: ChatGPT kann helfen, kreative Verbindungen zu entdecken, theologische Sprache zu erproben und erste Gedanken in Worte zu fassen – als Gesprächspartner auf dem Weg zur eigenen Ausarbeitung.

Veranstaltungsplanung mit KI – eine Schritt-für-Schritt-Begleitung

Auch bei der Planung von Bildungsveranstaltungen kann ChatGPT eine hilfreiche Unterstützung sein – nicht als fertige Lösung, sondern als Strukturhilfe und Ideengeber:

  1. Themen finden und strukturieren – ChatGPT liefert auf Anfrage Unterthemen mit Erläuterung, etwa zu „KI und Bildungsarbeit“.
  2. Ablauf entwickeln lassen – Ausgewählte Themen werden in einen 90-Minuten-Plan überführt, inkl. Zeitstruktur und Methodenideen.
  3. Titelideen generieren – Erst sachlich, dann auf Wunsch kreativ mit Wortwitz.
  4. Einladungstexte formulieren – Für Social Media oder E-Mail, jeweils zielgruppengerecht.
  5. Texte vereinfachen – Etwa für die barrierefreie Erklärung von Behördensprache.
  6. PowerPoint-Folien vorbereiten – Auf Basis von Prompts wie: „Erstelle eine Folie zur Definition von KI mit fünf Stichpunkten.“ Wichtig: Inhalte prüfen, mit eigenen Quellen ergänzen.
  7. Bildideen generieren – Erste visuelle Vorschläge für Social Media oder Präsentationen.

ChatGPT während der Veranstaltung: Gemeinsames Arbeiten mit KI

Auch im Veranstaltungsverlauf lässt sich ChatGPT einbinden. Teilnehmende notieren z. B. Gedanken auf einem Flipchart. Das Foto wird hochgeladen, und ChatGPT beantwortet Fragen wie: „Was siehst du auf diesem Bild?“, „Welche Hauptthemen lassen sich erkennen?“ – live ausgewertet und gemeinsam reflektiert.

Hinweis für analoge Settings: Lesbare, klare Schrift ist entscheidend, damit die KI den Inhalt erkennen kann.


Fazit: Offen bleiben und kreativ gestalten

Wer ChatGPT in der Bildungsarbeit nutzen möchte, braucht keine technische Spezialkenntnis – aber Neugier, Urteilsvermögen und kreative Offenheit. Die Möglichkeiten der KI entfalten sich besonders dann, wenn sie als Mitdenkerin, Impulsgeberin und Textwerkstatt verstanden wird.

Ob bei theologischen Themen, Veranstaltungsplanung oder interaktiver Umsetzung – der Mehrwert liegt im gemeinsamen Prozess, nicht im perfekten Ergebnis. ChatGPT ersetzt kein pädagogisches Handeln, kann es aber mit kreativer Verantwortung sinnvoll bereichern.

Dieser Artikel wurde mit Hilfe von ChatGPT verfasst

Aktualisiert am 17. Juli 2025
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