Veranstaltungsplanung • Digitale Tools
Digitale Umfragen sind längst mehr als ein Werkzeug für schnelle Abstimmungen. Sie können dabei helfen, Stimmungen sichtbar zu machen, Vorwissen zu aktivieren, Fragen zu sammeln oder Gruppenarbeit zu strukturieren. Viele Werkzeuge lassen sich sowohl in digitalen als auch in analogen Bildungsformaten einsetzen. In Präsenzveranstaltungen erfolgt die Beteiligung dabei meist über Smartphones, Tablets oder Laptops der Teilnehmenden.
Digitale Umfragen müssen dabei nicht zwangsläufig über spezielle Umfragetools umgesetzt werden. Bereits viele Videokonferenzsysteme bieten entsprechende Möglichkeiten. Darüber hinaus gibt es zahlreiche spezialisierte Werkzeuge, die je nach Zielsetzung unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Digitale Umfragen direkt in Zoom
Bereits die in Zoom integrierten Funktionen ermöglichen einfache Beteiligungsformate. Über die Bildschirmfreigabe können Teilnehmende mit Stempeln oder Symbolen auf Bilder reagieren. So lassen sich beispielsweise Moodmeter zur aktuellen Stimmung oder Kartenausschnitte zur geografischen Verortung der Gruppe nutzen. Eine frei verfügbare Vorlage für ein Moodmeter stellt beispielsweise Meetingtime bereit.
Über die Textfunktion können zudem Erwartungen, Vorerfahrungen oder erste Assoziationen zu einem Thema gesammelt werden. Darüber hinaus bietet Zoom eine integrierte Abstimmungs- und Quizfunktion. Damit können Multiple-Choice-Fragen oder offene Fragen eingesetzt werden, um Meinungsbilder, Vorwissen oder Rückmeldungen einzuholen. Die Ergebnisse stehen unmittelbar zur Verfügung und können direkt in die weitere Gestaltung einer Veranstaltung einfließen.
Sollen Beiträge jedoch nicht nur gesammelt, sondern auch gemeinsam strukturiert und dokumentiert werden, stoßen die integrierten Funktionen schnell an ihre Grenzen. Für solche Szenarien bieten sich spezialisierte Werkzeuge an.
ONCOO: Kartenabfragen und Ideensammlungen
Für offene Fragestellungen eignet sich die Kartenabfrage von ONCOO. Das Werkzeug ist kostenfrei und ohne Anmeldung nutzbar. Teilnehmende können digitale Karten erstellen und an eine gemeinsame Pinnwand senden. Die Beiträge lassen sich anschließend sortieren, verschieben und zu Themenclustern zusammenfassen.
Die Methode eignet sich beispielsweise zur Sammlung von Erwartungen, Erfahrungen oder spontanen Assoziationen zu einem Thema. Auch Brainstormings oder die Auswertung von Gruppenarbeiten lassen sich damit gut umsetzen. Unterschiedliche Farben können genutzt werden, um Gruppen, Perspektiven oder Kategorien sichtbar zu machen. Dadurch lassen sich auch Gruppenarbeitsphasen abbilden, bei denen die Beiträge einzelner Gruppen voneinander unterschieden werden sollen.
Da die Kartenabfrage bereits im Vorfeld vorbereitet werden kann und ein Export als Bilddatei möglich ist, eignet sich das Werkzeug auch gut zur Dokumentation von Ergebnissen.
Tweedback: Abstimmungen und Fragen in Echtzeit
Für reine Online-Veranstaltungen reichen die in Zoom integrierten Abstimmungs- und Quizfunktionen häufig bereits aus. Ihr Nachteil besteht jedoch darin, dass sie an die Zoom-Sitzung gebunden sind. Soll eine Umfrage unabhängig von einer bestimmten Videokonferenzplattform genutzt werden oder auch in Präsenz- und Hybridformaten zum Einsatz kommen, bietet Tweedback zusätzliche Möglichkeiten.
Über die Quizfunktion können Umfragen und Quizfragen erstellt werden. Die Antworten werden unmittelbar ausgewertet und direkt sichtbar gemacht. Dadurch lassen sich Meinungsbilder oder Wissensstände schnell erfassen und gemeinsam besprechen.
Ergänzend bietet die Chatwall die Möglichkeit, Fragen und Kommentare während einer Veranstaltung zu sammeln. Gerade in größeren Gruppen kann dies dazu beitragen, dass Fragen nicht verloren gehen und auch zurückhaltende Personen sich beteiligen können.
Ein wichtiger Hinweis für die Praxis: In der kostenfreien Version bleiben Sessions lediglich 24 Stunden bestehen. Wer Tweedback nutzen möchte, sollte die benötigten Umfragen und Chatwände daher erst kurz vor der Veranstaltung anlegen.
AnswerGarden: Wortwolken auf einen Blick
Mit AnswerGarden lassen sich kurze Antworten oder Assoziationen in Form einer Wortwolke sammeln. Mehrfach genannte Begriffe werden dabei größer dargestellt und machen Trends innerhalb einer Gruppe schnell sichtbar.
Das Werkzeug eignet sich besonders für Einstiegsfragen, Erwartungsabfragen oder kurze Reflexionen. Im Unterschied zu einer Kartenabfrage steht dabei weniger der einzelne Beitrag als vielmehr die Häufigkeit bestimmter Begriffe im Mittelpunkt.
Ein kleiner Nachteil zeigt sich bei der Moderation: Neue Beiträge werden nicht automatisch angezeigt. Damit die Wortwolke aktualisiert wird, muss die Seite regelmäßig neu geladen werden.
Fazit
Digitale Umfragen können Bildungsformate auf vielfältige Weise bereichern. Sie helfen dabei, Teilnehmende aktiv einzubeziehen, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen und Lernprozesse stärker an den Bedürfnissen der Gruppe auszurichten.
Welches Werkzeug zum Einsatz kommt, hängt dabei vor allem von der Zielsetzung ab.
Wichtig ist dabei vor allem eines: ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren. Viele digitale Umfragetools lassen sich ohne großen Aufwand testen. Wer verschiedene Werkzeuge ausprobiert, entwickelt mit der Zeit ein gutes Gespür dafür, welche Methoden zur eigenen Zielgruppe und zum jeweiligen Veranstaltungsformat passen.
Dieser Artikel wurde mit Hilfe von ChatGPT verfasst.
